Konfirmation

Konfipräsentation 2017

Auch in diesem Jahr haben sich die Konfirmandinnen und Konfirmanden mit dem Thema Martin Luther vorgestellt. Dazu haben sie einen Gottesdienst und das Gemeindehaus gestaltet. Sie erfuhren viel über Martin Luthers Lebenslauf, den Ablass-Streit, der zum Impuls für die Reformation wurde, aber auch zu seiner reformatorischen Entdeckung.

Luthers Ausgangsfrage war: Wie komme ich zu Gott? Wie bekomme ich einen gnädigen Gott? Wir haben nach einem Bild gesucht, um diese Frage anschaulich zu machen und fanden das Modell der Leonardo-Brücke. Das ist eine selbsttragende Brücke, die die Konfis aus Holzlatten nachgebaut haben. Eine schwierige Aufgabe. Sie sehen hier die fertige Brücke.

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Luther hatte das Gefühl, er muss selbst eine Brücke zu Gott bauen. Natürlich hilft ihm die Kirche – Gott hat der Kirche „Hilfsmittel“ wie die Beichte, die heilige Messe mit der Kommunion anvertraut. Aber letztlich muss er das selber tun. Aber Luther merkt, dass es ihm nicht gelingt. Seine Angst, Gott nicht gerecht zu werden, bleibt. Die Konfis haben seine und auch ihre Lebensängste aufgeschrieben und unter die Brücke gelegt.

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Da macht er die entscheidende Entdeckung: Er selbst muss die Brücke gar nicht bauen. Gott hat sie gebaut. In Jesus Christus hat er uns eine Brücke gebaut, über die wir nur gehen müssen. Nötig ist also nur das Vertrauen, dass diese Brücke trägt und uns zu Gott führt. Der Glaube an die Liebe Gottes wird zum Schlüssel für einen neuen Glauben und eine neue Kirche. Der Glaube, der aus diesem Zuspruch erwächst, trägt einen durch das ganze Leben. Glaube heißt, diesen Weg gehen, den Gott mir öffnet.

Die Brückenpfeiler sind die Bibelsprüche, die diese Liebe und Gnade Gottes deutlich machen. Die Konfis haben dazu ihre Konfirmationssprüche auf die Holzlatten geschrieben.

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Kann man Sünden messen? Vielleicht ihr Gewicht bestimmen? Kann man seine Schuld abarbeiten oder durch Gutes wiedergutmachen? Eine der Fragen, die Menschen umtreibt und auf die der Ablass eine Antwort gab. Die Waage machte diese Frage anschaulich.

Martin Luther ist bei seinem Rombesuch auch die heilige Treppe hochgerutscht, um seinem Verstorben Großvater einen Ablass zu erwerben. Wir haben diese Treppe nachgestellt, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Wenn man oben ankam wechselte die Stimmung vom Fegefeuer ins Paradies.

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Hier noch im Fegefeuer

Bild „Vom verlorenen Sohn“

Eine wesentliche Geschichte, die uns Gott nicht als strengen Richter, sondern barmherzigen Vater vorstellt, erzählt Jesus in Lukas 15 „Das Gleichnis vom verlorenen Sohn“. Die Konfis haben dazu Bilder und Texte erstellt.

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IMGP0859Das fertige Bild

Oben rechts: der Sohn macht sich auf den Weg und verlässt Vater und Bruder

Langbilder In der Mitte: Der Tisch, an dem der Sohn mit seinen Freunden feiert; unten der Sohn, nachdem er alles verloren hat und sich als Schweinehirte verdingen muss.

Linkes Bild: Der Sohn auf dem Weg nach Hause

Oben links: Der Vater empfängt den Sohn und kleidet ihn neu ein.

Oben Mitte – der Gottesname in hebräischen Buchstaben. Es ist der Name, den Gott Mose im brennenden Dornbusch offenbart hat – er bedeutet: Ich bin bei dir.

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Luther hat seine befreiende Entdeckung der Rechtfertigung des Sünders durch die Gnade Gottes durch das Studium und das Auslegen der Bibel gewonnen. Die Bibel wurde für die evangelische Kirche die entscheidende Grundlage für den Glauben und die Verkündigung des Evangeliums. Luther übersetzte in 10 Monaten das Neue Testament während seines Aufenthaltes in der Wartburg. Darum lag es nahe auch einen Raum mit einer Bibelausstellung zu gestalten. Von den ersten Lutherausgaben bis zur modernen Bibelübersetzung fanden die Besucher hier alles.

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Die Konfis haben noch wichtige Bibelsprüche dazu gestaltet.

Außerdem noch einige Impressionen:

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