Archiv für die Kategorie „Allgemeines“

26. Juni 2022: Endlich wieder Gemeindefest

Dienstag, 5. Juli 2022

Seit 2019 gab es kein Gemeindefest mehr. Die Gründe sind allen bekannt. … Drei Jahre Pause, Grund also um so mehr, selbst bei nicht ganz optimalen Wetter das Zusammenkommen im Gottesdienst und bei vielen anschließenden Aktinen im Pfarrgarten zu genießen. Viele kamen, erzählten, staunten, ließen sich verzaubern, vom Spiel der Kinder aus der Kita erfreuen, aßen und tranken, freuten sich an Musik und freundlicher Stimmung. … Lesen sie im nächsten Gemeindebrief einen ausführlichen Bericht.

Danke an alle, die mitgewirkt haben und natürlich an alle, die ihre Freundlichkeit an diesem Tag mit vielen anderen Menschen geteilt haben.

Altjahresabend und Neujahr

Freitag, 31. Dezember 2021

Altjahresabend (Silvester) und Neujahr

Wir laden Sie herzlich ein zu unseren Gottesdiensten an Silvester und Neujahr.
Am Altjahresabend feiern Sie um 18 Uhr in der Ev. Kirche Saarlouis mit Pfarrer Jörg Beckers einen Jahresabschlussgottesdienst. Ein für viele anstrengendes und ereignisreiches Jahr geht zuende. Wir geben in Gottes Hand zurück, was gewesen ist, und bitten um Gottes Segen für das kommende Jahr.
31. Dezember 2021, 18 Uhr, Ev. Kirche Saarlouis

Zu Neujahr haben Sie die Möglichkeit einen Regionalgottesdienst zu besuchen, den die Evangelischen Kirchengemeinden Dillingen, Schwalbach, Schaffhausen und Saarlouis gemeinsam um 17 Uhr in der Ev. Kirche in Saarlouis feiern. Gemeinsam feiern Pfarrerin Köhler (Schaffhausen), Pfarrer Josiger (Dillingen), Pfarrer Janich (Schwalbach) und Pfarrer Hassenpflug (Saarlouis) einen Gottesdienst mit Ihnen zur Jahreslosung für das Jahr 2022: “Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.” (Johannes 6,37)
1. Januar 2022, 17 Uhr, Ev. Kirche Saarlouis

Weihnachtsgottesdienste mit 3G-Regelung

Donnerstag, 23. Dezember 2021

Die Gottesdienste finden natürlich weiterhin statt. Auch hinsichtlich der Weihnachtsgottesdienste ändert sich zum aktuellen Zeitpunkt nichts. Für den Besuch unserer Gottesdienste gelten folgende Schutzmaßnahmen als verpflichtend:
Für die Gottesdienste soll ab 28. November 2021 (1. Advent) die 3G-Regelung gelten.

Beim Betreten der Kirche ist das Tragen einer FFP2-Maske oder einer medizinischen Masken und das Einhalten der Abstandsregeln vorgesehen.

Wir empfehlen weiterhin, die Maske während des Gottesdienstes zu tragen.

Wir bitten sie, auch auf ihr eigenes Sicherheitsbedürfnis zu achten und für sich zu sorgen.

Vielen Dank.

Adventskalender

Samstag, 4. Dezember 2021

Jeden Tag fünf Minuten
“Gott und Ich”

Öffen Sie ein Türchen am Adventskalender und erhalten Sie täglich einen kurzen geistlichen Impuls:
Innhalten, Nachsinnen, Mitsingen, Beten, …

TÜRCHEN AM ADVENTSKALENDER ÖFFNEN

Türchen 1

MUSIKALISCHER ADVENTSKALENDER 2021 fällt aus!

Sonntag, 28. November 2021

Schweren Herzens müssen wir die Veranstaltung absagen.
Nach langem Überlegen sind wir zu diesem Ergebnis gekommen. Die Situation ist nicht vergleichbar mit der im letzten Jahr. Damals haben wir die Veranstaltung in einem Lockdown geplant. Jetzt wäre die Veranstaltung vielleicht sogar “einfacher” möglich, aber angesichts rapide steigender Inzidenzen wollen wir als Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde Saarlouis jetzt lieber ein Zeichen der Vorsicht setzen, so wie wir es zu Anfang der Pandemie auch getan haben.
Die Gottesdienste finden weiterhin statt. Auch hinsichtlich der Weihnachtsgottesdienste ändert sich zum aktuellen Zeitpunkt nichts. Für die Gottesdienste soll ab jetzt die 3G-Regelung gelten. Wir bitten um Anmeldung zu den Gottesdiensten, insbesondere den Weihnachtsgottesdiensten,unter Tel. 06831 2470.
Wir weisen nochmals darauf hin, dass durch die Größe des Kirchraums, durch Tragen der Maske und Abstandseinhaltung unsere Gottesdienste keine Gefahr hinsichtlich einer Infizierung darstellen.
Absage_Adventskalender_Plakat[29811]

Wir gedenken unserer Verstorbenen des letzten Jahres

Dienstag, 16. November 2021

Wie jedes Jahr gedenken wir am letzten Wochenende vor der Adventszeit an diejenigen, die in unserer Gemeinde in den letzten 12 Monaten von uns gegangen sind.
Die Gedenkgottesdienste finden statt am:
Samstag, den 20.11.2021 um 18 Uhr und
Sonntag, den 21.11.2021 um 10 Uhr.


Wir werden die Verstorbenen beim Namen nennen, sie in unser Gebet einschließen und eine Kerze der Erinnerung anzünden. Bitte melden Sie sich zu diesen Gottesdiensten im Gemeindebüro an! Tel.: 06831 2470

Ewigkeitssonntag

Gedenkgottesdienst

Mittwoch, 29. September 2021

Gedenken an Samuel Yeboah und den 19. September 1991:
„Wie konnte so etwas in unserer Stadt geschehen?“

Gedenken Yeboah_1249

Foto: Sascha Schmidt

30 Jahre ist es her, dass Samuel Yeboah durch die Folgen eines mutmaßlich rechtsextremen Brandanschlags in Fraulautern zu Tode kam. An ihn und an die Geschehnisse vom 19. September 1991 erinnerten die Kreisstadt Saarlouis, der Integrationsbeirat sowie die Evangelische Kirchengemeinde und die Katholische Pfarreiengemeinschaft rechts der Saar mit einer gemeinsamen Gedenkfeier.

Ein Ort und seine Geschichte, ein Schicksal das bewegt: Auf dem Friedhof „Neue Welt“ in Saarlouis ist Samuel Yeboah begraben. 30 Jahre ist es her, dass er an den Folgen eines menschenverachtenden Brandanschlages auf ein Asylbewerberheim in Fraulautern starb. Ein Flüchtling aus Ghana, ein junger Mensch, der Sicherheit suchte, der in Saarlouis viele Freunde fand, der aber auch wie viele andere auf ein problematisches gesellschaftliches Klima im Deutschland der Wendezeit traf, das Nährboden für Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus bot. Daran erinnerte der Beigeordnete der Kreisstadt Saarlouis, Günter Melchior. „Flüchtlinge, Asylbewerber und Aussiedler waren nicht immer willkommen. Es gab Anfeindungen, Ressentiments – bis hin zu Hass und Gewalt. Überall in Deutschland, aber auch in Saarlouis.“ 1991/92, binnen eines guten Jahres, wurden fünf Anschläge auf Asylbewerberunterkünfte in Saarlouis verübt. Melchior: „Eine katastrophale Bilanz!“

Gemeinsam mit der Evangelischen Kirchengemeinde Saarlouis und der Katholischen Pfarreiengemeinschaft rechts der Saar gestalteten die Kreisstadt Saarlouis und der Integrationsbeirat eine Gedenkfeier für Samuel Yeboah und die Opfer des Anschlages vom 19. September 1991. 18 weitere Menschen befanden sich zum Tatzeitpunkt im Haus und erlitten bei ihrer Flucht aus den Flammen teils erhebliche Verletzungen.

„Vor 30 Jahren starb Samuel Kofi Yeboah“, sprach Pfarrer Volker Hassenpflug am Grab von Samuel Yeboah.“ Wir denken heute an ihn, an die Angst die er gehabt hat, an die Träume, die er von einem besseren Leben hatte, an seine Hoffnungen, an seine Wünsche. Verbrannt.“ Im stillen Gedenken legten BGO Melchior und der Sprecher des Integrationsbeirates, Pietro Tornabene, einen Kranz nieder, Mitglieder des Saarlouiser Stadtrates, des saarländischen Landtages und Landrat Patrik Lauer legten Rosen auf das Grab – gegen das Vergessen.

Beim ökumenischen Gedenkgottesdienst in der evangelischen Kirche, den Pfarrer Hassenpflug mit seinem katholischen Kollegen, Diakon Arnulf Schmitz gestaltete, gab es auch kritische Töne. „Wie konnte so etwas geschehen in unserer Stadt?“, fragte Hassenpflug. „Haben wir nicht aufmerksam hingeschaut und hingehört? Haben wir nicht laut genug unser Wort dagegen gesprochen?“

Vier Geflüchtete, die 2015 und 2016 nach Saarlouis kamen, erzählten in der Kirche ihre Geschichte. Melchior: „Wir möchten ihre Geschichte nacherleben und darüber nachdenken, ob Saarlouis gastfreundlich und weltoffen ist. Und darüber, was wir heute und morgen dafür tun können.“

„Meine Kinder werden in Deutschland leben“, sagte Ahmad Sinou. „Ich habe die Hoffnung, dass sie in Deutschland akzeptiert werden.“ In einem Videobeitrag erklärte Amal Haj Othman: „Wir sind geflüchtet, um Sicherheit zu haben und Teil der Gesellschaft zu werden. Wir brauchen nur eine Chance und Ihr Vertrauen.“

„Rassismus ist allgegenwärtig“, betonte Patricio Maci für den Integrationsbeirat. Er bringe Vorurteile und Ressentiments hervor, Rassismus werte Menschen ab aufgrund ihres Äußeren, ihres Namens, ihrer Kultur und Herkunft. „Lasst uns alle ein Stück toleranter werden, denn Deutschlands Reichtum ist seiner Vielfalt und Weltoffenheit zu verdanken.“